Zahngesundheit beim Hund.
Warum ist Zahngesundheit beim Hund so wichtig?
Leider bleiben Zahnprobleme oft lange unbemerkt. Hunde zeigen Schmerzen häufig erst, wenn die Beschwerden bereits fortgeschritten sind. Deshalb ist es wichtig, das Gebiss regelmäßig zu kontrollieren und auf Veränderungen zu achten.
Bleiben Zahnbelag und Zahnstein unbehandelt, können Entzündungen des Zahnfleisches entstehen. Im weiteren Verlauf kann sich daraus eine Erkrankung des Zahnhalteapparates entwickeln, die bis zum Zahnverlust führen kann. Fachlich gilt die Mundhöhle außerdem als ein häufiger Ausgangspunkt für sogenannte Herderkrankungen, bei denen Entzündungen Auswirkungen auf den gesamten Körper haben können.
Mit einer regelmäßigen Zahnpflege und einer frühzeitigen Kontrolle lassen sich viele Probleme erkennen oder sogar vermeiden. So leistest du einen wichtigen Beitrag zur Gesundheit und Lebensqualität deines Hundes.
Das Hundegebiss einfach erklärt
Das Gebiss eines Hundes ist perfekt an seine Bedürfnisse angepasst. Mit seinen Zähnen kann er Beute festhalten, Nahrung zerkleinern, Knochen und Kauartikel bearbeiten sowie Spielzeug tragen. Jeder Zahn erfüllt dabei eine bestimmte Aufgabe.
Das Milchgebiss
Welpen werden zahnlos geboren. Die ersten Milchzähne brechen im Alter von etwa 3 bis 6 Wochen durch. Das Milchgebiss besteht aus 28 Zähnen und bereitet den Platz für das spätere, bleibende Gebiss.
Das bleibende Gebiss
Zwischen dem 4. und 7. Lebensmonat wechseln die Milchzähne nach und nach zu den bleibenden Zähnen. Ein ausgewachsener Hund besitzt normalerweise 42 Zähne:
- 12 Schneidezähne
- 4 Eckzähne
- 16 Prämolaren (vordere Backenzähne)
- 10 Molaren (hintere Backenzähne)
Diese Zähne arbeiten zusammen, damit dein Hund Nahrung aufnehmen und zerkleinern kann.
Warnzeichen – Zahnprobleme früh erkennen
Hunde zeigen Zahnschmerzen oft erst, wenn die Beschwerden bereits fortgeschritten sind. Deshalb lohnt es sich, das Gebiss regelmäßig zu kontrollieren und auf kleine Veränderungen zu achten.
Folgende Anzeichen können auf Zahn- oder Zahnfleischprobleme hinweisen:
▸ Anhaltender Mundgeruch
▸ Gelblicher oder brauner Zahnbelag bzw. Zahnstein
▸ Gerötetes oder geschwollenes Zahnfleisch
▸ Vermehrter Speichelfluss
▸ Schwierigkeiten beim Kauen oder Fressen
▸ Der Hund frisst langsamer oder verweigert das Futter
▸ Empfindlichkeit oder Abwehr beim Berühren des Mauls
▸ Lockere oder abgebrochene Zähne
Je früher Zahnprobleme erkannt werden, desto besser können sie behandelt werden.
Bei auffälligen Veränderungen oder Schmerzen sollte dein Hund tierärztlich untersucht werden.
Häufige Zahnerkrankungen beim Hund
Zahnbelag (Plaque)
Zahnbelag ist ein weicher, gelblich-weißer Belag, der sich täglich auf den Zähnen bildet. Er besteht aus Bakterien, Speichel und Futterresten. Wird der Belag nicht regelmäßig entfernt, kann er sich mit der Zeit zu Zahnstein verhärten. ➜ Alles über Zahnbelag
Zahnstein
Zahnstein entsteht, wenn sich Zahnbelag durch Mineralien aus dem Speichel verhärtet. Er haftet fest an den Zähnen und bietet Bakterien ideale Bedingungen. Dadurch kann das Zahnfleisch gereizt werden und sich entzünden. Zahnstein lässt sich in der Regel nur durch eine professionelle Zahnreinigung beim Tierarzt entfernen ➜ Alles über Zahnstein
Parodontitis
Bleibt eine Zahnfleischentzündung unbehandelt, kann sie sich zu einer Parodontitis entwickeln. Dabei werden nicht nur das Zahnfleisch, sondern auch der Zahnhalteapparat und der Kieferknochen geschädigt. Im schlimmsten Fall lockern sich die Zähne oder fallen aus. ➜ Alles über Zahnfleischentzündung
Zahnfrakturen
Abgebrochene oder gesplitterte Zähne entstehen häufig durch Unfälle oder sehr harte Kaugegenstände. Je nach Ausmaß können sie starke Schmerzen verursachen und sollten tierärztlich untersucht werden. ➜ Alles über Zahnfrakturen
Zahnfehlstellungen
Nicht alle Hunde haben ein vollständig korrektes Gebiss. Fehlstellungen können angeboren sein oder während des Zahnwechsels entstehen. Sie können das Kauen erschweren oder zu Verletzungen im Maul führen. ➜ Alles über Zahnfehlstellungen
Zahnpflege – So kannst du vorbeugen
Die beste Behandlung ist die Vorbeugung. Mit einer regelmäßigen Zahnpflege kannst du dazu beitragen, Zahnbelag, Zahnstein und Zahnfleischentzündungen zu reduzieren. Gleichzeitig unterstützt du die allgemeine Gesundheit deines Hundes, denn ein gesundes Gebiss kann das Risiko weiterer Erkrankungen verringern.
🪥 Zähne regelmäßig putzen
Das Zähneputzen mit einer speziellen Hundezahnbürste und Hundezahnpasta gilt als die wirksamste Methode, Zahnbelag zu entfernen. Idealerweise gewöhnst du deinen Hund schon im Welpenalter daran – aber auch erwachsene Hunde können das Zähneputzen noch lernen.
🦴 Geeignete Kauartikel anbieten
Kauartikel können die natürliche Reinigung der Zähne unterstützen. Wichtig ist, dass sie zur Größe und Beißkraft deines Hundes passen und nicht zu hart sind.
🥣 Auf eine ausgewogene Ernährung achten
Eine hochwertige Ernährung unterstützt die allgemeine Gesundheit – auch die des Mauls. Futterreste sollten sich möglichst nicht dauerhaft auf den Zähnen ablagern.
👀 Das Gebiss regelmäßig kontrollieren
Schau deinem Hund regelmäßig ins Maul. So erkennst du Veränderungen wie Zahnbelag, Zahnstein, gerötetes Zahnfleisch oder abgebrochene Zähne frühzeitig.
🩺 Regelmäßige Zahnkontrollen beim Tierarzt
Lass das Gebiss deines Hundes bei den Gesundheitsuntersuchungen mit kontrollieren. Werden Probleme früh erkannt, können größere Schäden oft verhindert werden.
Wann solltest du mit deinem Hund zum Tierarzt?
Nicht jedes Zahnproblem ist auf den ersten Blick erkennbar. Hunde zeigen Schmerzen oft erst sehr spät. Deshalb solltest du Veränderungen im Maul ernst nehmen und dein Hund bei Auffälligkeiten tierärztlich untersuchen lassen.
Vereinbare einen Termin beim Tierarzt, wenn dein Hund …
🐾 … anhaltenden Mundgeruch hat.
🐾 … gerötetes, geschwollenes oder blutendes Zahnfleisch zeigt.
🐾 … Schwierigkeiten beim Kauen oder Fressen hat.
🐾 … harte Beläge oder Zahnstein auf den Zähnen hat.
🐾 … einen lockeren oder abgebrochenen Zahn hat.
🐾 … das Maul nur ungern öffnen lässt oder Berührungen am Kopf meidet.
🐾 … vermehrt speichelt oder Blut im Speichel zu sehen ist.
🐾 … plötzlich das Futter verweigert oder beim Fressen jault.
Wichtiger Hinweis
Viele Zahnerkrankungen entwickeln sich schleichend. Regelmäßige Kontrollen und eine frühzeitige Behandlung können Schmerzen lindern und helfen, größere Eingriffe zu vermeiden.
🐾 Wauffex-Tipp
Gesunde Zähne beginnen nicht erst bei der Zahnbürste.
Eine regelmäßige Zahnpflege, hochwertiges Futter und passende Kauartikel können dazu beitragen, die Maulgesundheit deines Hundes langfristig zu unterstützen. Gleichzeitig lohnt es sich, das Gebiss regelmäßig zu kontrollieren, denn viele Zahnprobleme entwickeln sich schleichend und werden erst spät bemerkt.
Bei Wauffex legen wir Wert auf einen ganzheitlichen Blick auf die Gesundheit des Hundes. Deshalb findest du bei uns nicht nur Informationen rund um die Zahngesundheit, sondern auch ausgewählte Produkte, die den Alltag mit deinem Hund sinnvoll ergänzen können.
Unser Tipp: Beginne am besten schon heute mit kleinen Schritten. Schon wenige Minuten Zahnpflege und regelmäßige Kontrollen können langfristig einen großen Unterschied machen.
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